„Veränderung braucht Zeit."

Über mich


Herzlich willkommen und schön, dass du hier bist!

Als ausgebildete Hundetrainerin und Verhaltensberaterin mit 10-jähriger Berufserfahrung (meine Vita findest du weiter unten auf dieser Seite) berate ich in meiner Hundeschule Krambambuli in Hofheim am Taunus Menschen in allen Erziehungsfragen rund um den Hund. Kompetent und verständnisvoll helfe ich dir dabei, deinen Vierbeiner individuell zu erziehen und das bestmögliche Ergebnis für dich und deinen Vierbeiner zu erreichen.

Bei mir findest du den passenden Kurs für alle Fä(e)lle:


Ich möchte, dass du deinen Hund verstehen lernst und einen zuverlässigen Begleiter an deine Seite bekommst mit dem du überall gern gesehen bist.

Mein Spezialgebiet ist das körpersprachliche Hundetraining. „Weniger erklären, mehr zeigen“. Dadurch gibt es deutlich weniger Missverständnisse und du kannst deinem Hund Ruhe, Orientierung und Sicherheit bieten.

Was mich im Unterricht auszeichnet, ist meine ruhige und geduldige Art, gewürzt mit einer Prise Humor und sympathischer Klarheit. Details und Genauigkeit im Umgang mit dem Hund liegen mir sehr am Herzen. Denn die Feinheiten machen oft den Unterschied!


Erziehung braucht Zeit. Zeit ist kein Hindernis, sondern Nährboden für Erfolg. Falls du übermorgen eine Veränderung erwartest, kann ich dir wahrscheinlich nicht helfen.

Wenn du eine respektvolle Zusammenarbeit, Transparenz, Zuverlässigkeit sowie ein leicht umsetzbares Trainingskonzept zu schätzen weißt, bist du bei mir goldrichtig.


Ich freue mich darauf, dich und deinen Hund kennenzulernen. Melde dich einfach und vereinbare einen Termin! Du erreichst mich telefonisch unter 061 92 / 807 87 09 oder schreibe mir hier eine Nachricht. I offer one-to-one lessons in English.

Herzlichst, Alexa Haker
Inhaberin von Krambambuli und behördlich anerkannte Hundetrainerin in Hofheim a. Taunus nach TierSchG §11 Absatz 1 Satz 1 Nr. 8f.

Meine Vita


Ich habe mich dem höchsten Niveau im Bereich der Hundeerziehung verschrieben. Deshalb habe ich mich fundiert ausbilden lassen und erweitere meine Kompetenz durch regelmäßige Fortbildungen bei national anerkannten Fachleuten. Am Puls der Zeit zu sein, ist nicht nur spannend, sondern zeichnet die Qualität meiner Arbeit aus. Hier findest du einen Auszug aus der Vielfalt meiner Erfahrung und Weiterbildung:

Ausbildung / Wirkungsstätten

  • Seit 2011 selbständige Hundetrainerin und Tierpsychologin, Firmengründung
  • Januar 2019 Umzug und Eröffnung in Hofheim a. Taunus
  • Seit Nov. 2018 freiberufliche Hundetrainerin und Verhaltensberaterin/Hundeschule Kelsterbach
  • Sept. 2012 bis März 2016 freiberufliche Hundetrainerin/Hundeschule Kelsterbach/Frankfurt
  • 2008 Ausbildung zur Tierpsychologin bei AnimalVision, Institut für Tierverhaltenskunde, Tierschutz und tiergestützte Pädagogik.
  • Inhalte der Ausbildung: Hund, Katze, Pferd, Kleintiere und Vögel. Schwerpunkt: Hund
  • 2000 – 2010 Kundenberaterin in Werbeagenturen, Hamburg
  • 2001 Diplom Kommunikationswirtin, KAH Hamburg
  • 1999 Vordiplom Studium Modejournalismus/Medienmarketing, AMD Hamburg

Praktika

  • 1–wöchiges Praktikum „Hundetraining“ bei Hundeleben, Bad Bramstedt
  • 1–wöchiges Praktikum „Hundetraining“ bei Symbiosis, München
  • 2–wöchiges Praktikum „Hundetraining“ bei AnimalVision, Langeln

Tätigkeiten

  • Ehrenamtliche tierpsychologische Mitarbeit, Tierheim Buchholz
  • Professionelle Hundebetreuung

Aktuelle Referenzen


Aktuelle Referenzen

  • Alexa Haker ist behördlich anerkannte Hundetrainierin in Hofheim a. Taunus und verfügt über die Erlaubnis nach §11 Absatz 1 Satz 1 Nr. 8f TierSchG.
  • Coaching Kundenkommunikation & Beratung /Tanja Elias – Wege wagen
  • Seminar „Impulskontrolle beim Hund“/Robert Mehl – Dogument
  • Seminar „Jagdverhalten beim Hund“/Canis – Zentrum für Kynologie
  • Theorie-Seminar „Agression bei Hunden“/Ute Heberer, TINO
  • Seminar „Raufergruppen- was ist sinnvoll?“/Thomas und Ina Baumann
  • Vortrag „Hütehunde“/Normen Mrozinski
  • Workshop „Hilfe, er beißt!“/Normen Mrozinski
  • Seminar „Welpen- und Junghunde – Kinderkram und Dinopflaster“/Dogument
  • Workshop „Apportieren – jeder schleppt sich anders durchs Leben“/Dogument
  • Seminar „Rückruf“/Canis – Zentrum für Kynologie
  • Workshop „Junghunde – jung, dynamisch und sehr erfolgreich“/Canis – Zentrum für Kynologie
  • Seminar „Diagnostik einer Beziehung – Problemberatung in der Praxis/Dogument
  • Workshop „Hunde die halt Menschen beißen“/Dogument
  • Workshop „Leinenführigkeit“/Canis – Zentrum für Kynologie
  • Workshop „Longieren mit dem Hund“/Samy El Ayachi
  • Seminar „Hibbelhunde“/Raphaela Niewerth
  • Vortrag „Emotionen bei Hunden“ /Dr. Udo Gansloßer
  • Seminar „Aggressionsverhalten beim Hund“ Teil III /Canis – Zentrum für Kynologie
  • Seminar „Aggressionsverhalten beim Hund“ Teil I /Canis – Zentrum für Kynologie

FAQ - häufig gestellte Fragen


Kann ich eine Probestunde vereinbaren?
Ja, du kannst gerne eine erste Probestunde vereinbaren.
Allerdings keine kostenlose Probestunde. Denn jede Trainingsstunde, auch die Erste, ist individuell auf dich, deinen Hund und dein Thema oder „Problem“ zugeschnitten. Du bezahlst am Ende der Stunde ganz normal den Betrag für eine Trainingseinheit. Erst danach entscheidest du, ob du ein Trainingspaket von 5, 8, oder 11 Stunden buchen oder weiterhin jede Trainingseinheiten einzeln zahlen möchtest.

Kann ich beim Training erst einmal zuschauen, damit ich weiß, ob deine Hundeschule die Richtige für mich ist?
Da ich hauptsächlich Einzelberatung anbiete bzw. in kleinen, exklusiven Gruppen arbeite und hierfür einen geschützten Rahmen biete, in dem alles besprochen und gefragt werden kann, möchte ich eine gewisse Diskretion wahren. Aus diesem Grund kannst du nicht als Zuschauer dabei sein.

Ich möchte mich um dich, deinen Hund und deine Themen vom ersten Moment an kümmern können und ausreichend Zeit für dich einplanen. Deshalb kannst du mich für eine erste Trainings- und Beratungsstunde buchen. Diese ist kostenpflichtig. In dem Erstgespräch dreht sich ausnahmslos alles nur um dich und deinen Hund. Eine ganze Stunde lang hast du die Möglichkeit in aller Ruhe Fragen zu stellen. Ich höre aktiv zu und wir schauen gemeinsam, wo du bereits die ersten positiven Veränderungen für dich und deinen Hund einleiten kannst. Hierbei kannst du dir ein klares Bild darüber verschaffen, wie ich arbeite, ob du dich damit identifizierst und dich gemeinsam mit deinem Hund von mir beraten lassen möchtest.

Wo findet das Training statt?
In der Regel findet das Training in Hofheim am Taunus sowie in näherer Umgebung in offenem Gelände (Wald & Wiese) statt. Sollte ein Training in deinem häuslichen Umfeld sinnvoll und zielführend sein, komme ich zu dir nach Hause (zzgl. Fahrtkostenpauschale von 0,50€/gefahrenem Kilometer). Voraussetzung ist, dass du im Umkreis von max. 20 km Entfernung wohnst. Z.B. in Kriftel, Eppstein, Hochheim, Hattersheim, Kelkheim, Zeilsheim, Bad Soden, Königstein, Kronberg, Wiesbaden, Mainz, Kelsterbach.

Wie läuft eine Trainingsstunde ab?
Das Training beginnt mit einem Erstgespräch, in dem Probleme analysiert und Ziele definiert werden. Während des Erstgespräches werden schon erste Schritte zur Veränderung eingeleitet. In den nachfolgenden Trainingsstunden lernst du in praktischen Übungen, eine Orientierung und Sicherheit für deinen Hund darzustellen.

Zu Beginn einer jeden Stunde bekommst du die Gelegenheit, von deinen Fortschritten und möglicherweise aufgetauchten Problemen zu berichten. Danach legen wir den Ablauf der Stunde fest und vertiefen ggf. bereits Gelerntes.

Das Training ist immer so gestaltet, dass wir in der darauf folgenden Stunde auf den Inhalten der letzten Trainingsstunde aufbauen können. Vorausgesetzt allerdings, du hast deine „Hausaufgaben“ gemacht. So wirst du von Stunde zu Stunde eine deutliche und schnelle Entwicklung im Ausbildungsstand deines Hundes erkennen können.

Kann ich Erfolge wirklich schon nach 2-3 Stunden sehen?
Ja, vorausgesetzt du arbeitest gut mit und übst auch zwischen unseren Trainingsstunden zu Hause und/oder auf deinen täglichen Spaziergängen. Wir konzentrieren uns in den Trainingsstunden auf das, was wirklich wichtig ist und halten uns nicht mit Schnick-Schnack oder Nebenschauplätzen auf. Daraus resultiert mein Anspruch, effektiv und nachhaltig „Problemverhalten“ korrigieren zu können.

Deine Frage steht hier nicht? Frage an Alexa Haker schicken

Die Rechte des Hundes

Richtlinien für den artgerechten Umgang mit dem Hund

Die Rechte des Hundes wurden in zwei CANIS-Workshops unter Mitwirkung von Dr. Erik Zimen erarbeitet. Zunächst beleuchtete man das Tier Hund von allen Seiten und leitete daraus seine Bedürfnisse ab. Unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Aspekte wurden dann die Rechte des Hundes entworfen.

Präambel

Der Hund stammt vom Wolf ab. Er hat wölfische Wesensmerkmale und Bedürfnisse. Aufgrund dieser Abstammung hat er die folgenden Rechte, obwohl er ein Mitglied unserer Gesellschaft ist. Hundehalter, Züchter und Ausbilder sind aufgerufen, sich diese Rechte stets gegenwärtig zu halten und sich zu bemühen, die Achtung dieser Rechte zu fördern und durch fortschreitende Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Verwirklichung zu gewährleisten. Denn das Verhalten eines jeden Hundes wird entscheidend durch seinen Menschenpartner geprägt.

Artikel 1

Der Hund hat das Recht auf einen sachkundigen Besitzer

Ein sachkundiger Besitzer ist informiert über seine wölfische Abstammung und die daraus resultierenden Folgen im Zusammenleben mit seinem Hund. Er informiert sich ferner über Verhalten, Kommunikation und Erziehung.

Zur Sachkunde gehört auch ein Basiswissen über Gesunderhaltung und Pflege sowie über die Konsequenzen der Haltung von Rüde oder Hündin. Vor Anschaffung eines Hundes ist es unbedingt erforderlich, sich über die Wesensmerkmale und insbesondere Ansprüche der jeweiligen Rasse/Rassen umfassend zu informieren, damit geistiger und körperlicher Unterforderung des Hundes vorgebeugt wird (vergl. dazu auch Artikel 9).

Artikel 2

Der Hund hat das Recht auf dauerhaften sozialen Kontakt zu Menschen und Hunden

Dieses Recht setzt räumliche Nähe zu den Sozialpartnern voraus. Daher ist eine Zwingerhaltung lediglich in Kombination mit einer überwiegenden Haushaltung tolerabel. Eine Anbindehaltung ist völlig unangebracht. Anzustreben ist die Haltung von wenigstens zwei Hunden; sollte dieses nicht möglich sein, ist zu gewährleisten, dass der Hund regelmäßig Kontakt zu anderen Hunden hat (Hundewiese, Welpenspielstunden, Spaziertreffs etc.).

Artikel 3

Der Hund hat das Recht, mit Artgenossen zu spielen

Im Spiel mit anderen Hunden erwirbt der Hund soziale Kompetenz. Er lernt die Umgangsformen seiner Art kennen (Aktions- und Reaktionsmuster im sozialen Geschehen). Kommt es im Spiel zu Vermischungen von verschiedenen Motivationen (Jagd-, Sexual-, Territorial, Aggressionsverhalten), muss der Besitzer regulierend in das Spiel eingreifen, um ritualisierten Verhaltensweisen wie die permanente Fixierung auf Spielobjekte vorzubeugen.

Auch im Spiel mit dem Menschen kann es zu einer derartigen Vermischung der Antriebe kommen. Häufig testen Hunde im Spiel ihre Grenzen aus und versuchen diese zu überschreiten.

Daher muss der Mensch Form, Anfang und Ende des Spieles bestimmen und es jederzeit kontrollieren können. Spielen mit Hunden heißt nicht, einen Ball zu werfen und den Hund hinterherlaufen zu lassen. Spiel lebt von Abwechslung im Verhalten und nicht vom Equipment. Spielen mit Hunden bedeutet, miteinander zu rangeln, zu rennen, sich anzuschauen, sich zu verstecken, sich gegenseitig zu berühren und Spaß dabei zu haben.

Artikel 4

Der Hund hat das Recht auf Verlässlichkeit in den sozialen Beziehungen

Der Hund ist keine Ware und kein Wegwerfartikel. Für ihn ist es wichtig, lebenslang in einem stabilen sozialen Gefüge zu verbringen. Grundsätzlich ist es daher nicht zu tolerieren, dass der Hund aus diesem Gefüge beliebig herausgerissen wird.

Der Hund braucht eine klare Position innerhalb der Familie. Diese Position wird zugewiesen durch das Setzen von Grenzen, innerhalb derer er sich frei und sicher bewegen kann. Die Reaktionen aller Familienmitglieder auf Grenzüberschreitungen (= unerwünschtes Verhalten) müssen immer unmittelbar und angemessen erfolgen.

Artikel 5

Der Hund hat das Recht auf artspezifische Kommunikation

Hunde kommunizieren ausschließlich nichtsprachlich. Sie setzen ihren Körper ein, um sich einander oder auch dem Menschen mitzuteilen. Das Erkennen und Deuten der Körpersprache des Hundes und das Einbringen des eigenen Körpers in das soziale Zusammenleben, dient der Kommunikation mit dem Hund.

Dazu gehört das Anfassen und Streicheln, aber auch die Begrenzung des Hundes. Neben den köpersprachlichen Signalen sind das Bellen und das Knurren artspezifische Lautäußerungen, die der Kommunikation dienen. Bellen kann zum einen Ausdruck von Lebensfreude und Aufregung sein.

Bellen und insbesondere Knurren können aber auch Warnsignale sein zur Verteidigung des Territoriums der Gruppenmitglieder oder seiner selbst. In diesen Fällen muss der Besitzer gewährleisten, dass es zu keinen Beißvorfällen kommt (Briefkasten für den Postboten gefahrlos erreichbar). Ritualisiertes Dauerkläffen ist vom Besitzer zu unterbinden. Dazu gehört es, vorausschauend zu handeln, also auch einzukalkulieren, dass manche Menschen (z. B. Kinder) in falscher Weise auf Droh- und Warnsignale des Hundes reagieren.

Artikel 6

Der Hund hat das Recht auf körperliche Auslastung

Der Wolf ist ein ausdauernder Traber über weite Strecken. Auch die meisten Hunde sind aufgrund ihrer Anatomie in der Lage, täglich zehn bis zwölf Stunden zu laufen. Daher ist es unbedingt erforderlich, seinen Hund auch körperlich zu fordern.

Artikel 7

Der Hund hat das Recht auf freie Bewegung

Der Hund sollte überwiegend frei, d.h. unangeleint laufen dürfen. Nur so kann er weitgehend ungestört die überaus wichtigen Sozialkontakte zu seinen Artgenossen aufnehmen. Außerdem ermöglicht ihm der Freilauf die Erkundung der Umwelt. Damit es immer wieder etwas Neues für den Hund zu erforschen gibt (er hat ein Bedürfnis nach Abwechslung und Vielseitigkeit), sollten die Spaziergänge oft in unterschiedlichen Gebieten stattfinden.

Artikel 8

Der Hund hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit

Alle Arten von Quälereien und Misshandlungen sind ohne Ausnahme unzulässig. Hunden dürfen unter keinen Umständen körperliche Defekte angezüchtet werden (Qualzucht z. B. bei Shar-Pei, Bulldoggen, Pekinesen, Toyrassen).

Bei züchterischen Maßnahmen dürfen genetische Defekte nicht in Kauf genommen werden. Ein körperlicher oder genetischer Defekt kann auch darin bestehen, dass Hunde nur noch eingeschränkt in der Lage sind zu kommunizieren (extreme Faltenbildung im Gesicht). Vom Kauf solcher Hunde sollte abgesehen werden! Hunde haben ein Recht auf tiermedizinische Hilfe bei Krankheit und Schmerzen. In aussichtslosen Situationen ist hiervon auch das Recht umfasst, vor weiteren Leiden bewahrt zu bleiben.

Der Besitzer hat in diesem Fall dafür Sorge zu tragen, dass der Hund fachgerecht eingeschläfert wird. In die körperliche Unversehrtheit des Hundes kann eingegriffen werden, wenn eine Kastration sinnvoll ist. Eine Kastration ist auch ohne tiermedizinische Indikation immer dann sinnvoll, wenn ansonsten ein anderes Recht des Hundes (z. B. das Recht auf freie Bewegung – Artikel 6) erheblich eingeschränkt werden würde.

Artikel 9

Der Hund hat das Recht auf Aufgaben, die seinem Wesen entsprechen

Bei Gebrauchshunden wie Jagd-, Hüte-, Herdenschutz-, Wach- oder Schlittenhunden muss der Besitzer eine weitgehend anlagegerechte Beschäftigung seines Hundes sicherstellen oder zumindest entsprechende Ersatzbeschäftigungen für seinen Hund organisieren. Ist dies nicht möglich, muss von der Anschaffung eines solcherart spezialisierten Hundes abgesehen werden.

Die wesensgerechte Beschäftigung darf nicht dazu führen, dass andere Individuen in konkrete Gefahr geraten. Dies ist aber insbesondere bei Hunden mit einer angezüchteten, gesteigerten Aggressivität und/oder Verteidigungsbereitschaft der Fall. In dicht besiedelten Gebieten gehen die erforderlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zwangsläufig zu Lasten einer artgerechten, den Bedürfnissen entsprechenden Haltung dieser Hunde (z. B. kann ihnen der erforderliche Freilauf nicht in ausreichendem Maße geboten werden). Zucht und Haltung dieser Hunde stellen in Deutschland damit ein ernsthaftes Problem dar.

Artikel 10

Der Hund hat das Recht, durch eigene Erfahrungen zu lernen

Nichts kann die eigenen Erfahrungen ersetzen, die insbesondere ein junger Hund machen kann. Der Besitzer muss daher bereits seinen Welpen frühzeitig mit möglichst vielen Umweltkonstellationen vertraut machen.

Dies dient auch der Vermeidung von „Fehlprägungen“ (z.B. Jagd auf Jogger, Radfahrer, laufende Kinder). Es gilt, den Hund in seinem Lern- und Reifungsprozess zu unterstützen und zu leiten. Ziel muss es sein, dass der Hund seine Grenzen kennt, zwischen Spiel und Ernst klar unterscheiden und aggressives Verhalten kontrollieren kann, um sich in einer Vielzahl von Situationen angemessen zu verhalten und in seiner Umwelt sicher und souverän zu bewegen.

Artikel 11

Der Hund hat das Recht, sich schmutzig zu machen, zu stinken und Flöhe zu bekommen

Aufgrund der wölfischen Abstammung sind bestimmte Verhaltensweisen und Bedürfnisse vorhanden:

– sich in Aas/Gülle zu wälzen
– in Schlammlöcher zu springen
– Löcher zu buddeln
– Mäuse auszugraben usw.

Derartiges Verhalten hat für den Hund einen hohen Stellenwert. Der Besitzer muss es tolerieren. Diese Forderung entbindet den Besitzer aber nicht von seiner Verantwortung, für die Gesunderhaltung seines Hundes zu sorgen (Impfungen, Wurmkur, Floh/Zeckenbehandlung etc.).

Artikel 12

Der Hund hat das Recht auf art- und bedarfsgerechte, abwechslungsreiche Ernährung

Hunde haben ein großes Ernährungsspektrum, dazu gehören u.a. Aas, Essensreste, Knochen, Schlachtabfälle oder Exkremente. Eine ausschließliche Ernährung durch Hundefutter senkt die Lebensqualität eines Hundes.

Schluss

Der Hund ist ein Hund! Gleichwohl läuft er in unserer Gesellschaft Gefahr, nur noch an den menschlichen Ansprüchen gemessen zu werden. Die vorgenannten Rechte sollen einen Beitrag dazu leisten, den Hund als Tier mit wölfischen Bedürfnissen zu sehen, wertzuschätzen und zu lieben.

Die Teilnehmer dieses Workshops und damit die Verfasser von „Die Rechte des Hundes“ sind: Dorothea Bakir, Werner Biereth, Sieglinde Bürger, Rainer Dorenkamp, Nina Egger, Jens Eikelmann, Monika Germann, Sabine Gerteis, Ute Heberer, Agnes Hillmer, Sonja Jürgens, Tanja Kittelmann, Christina Landmann, Andrea Mansfield, Melanie Metz, Simone Müller, Eva Näher, Daniel Ney, Tina Oldenburg, Peter Przybilla, Helga Schüller, Dr. Ulrike von Wardenburg, Sylvia Werner und Dr. Erik Zimen